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Dein innerer, weiser Mönch

Achtsamkeit, Meditation, weg vom Stress.

Ja den habe ich gefunden, den Mönch. Im Netz, wie vieles was mit Achtsamkeit betitelt wird. Wäre die Achtsamkeit so präsent in der realen Welt wie im Netz, dann … Aber das ist ja nicht das Thema. Das Thema ist Sprache, zumindest ist es meines, jetzt gerade. Zitat myMONK

… Mehr Geld, mehr Karriere, mehr PS, mehr Sex. Mehr, als zu holen ist. (die Menschen Anm. d. Verf.) Prallen dabei steinhart aufeinander wie Abrissbirnen, reißen Beziehungen ein, die Grenzen anderer, ihre eigene Gesundheit. Pausenlos …

Zitat aus diesem Artikel.

Und das kann er, der Mönch, manchmal, finde ich. Sprache, und damit meine ich nicht Grammatik oder Interpunktion. (Ja, da war ein Komma vor dem und, ich weiss) Damit meine ich Aussage, Kraft, die Fähigkeit Bilder zu zeichnen, Aufmerksamkeit und Erstaunen auszulösen. Sex hilft dabei, aber auch Abrissbirnen. Beim Mönch finde ich sie, die Sprache, die mich achtsam macht.

… ein gewaltiger Schwarm von verzogenen Kindern, die ihre Spielzeuge kaputt machen. …

Zitat aus einem Zitat von Alan Watts (ähm ja, oder so) aus demselben Artikel.

Ein weiteres Beispiel, diesmal wieder vom Mönch, und wieder aus demselben Artikel:

… Wir verwechseln (…) mit dem enttäuschendem Spielzeug und bezahlen mit der Gegenwart dafür …

Beim Mönch gibt es auch noch andere Artikel, nicht immer trifft er, so finde ich, und manchmal treibt der Mönch die Achtsamkeit etwas gar sehr in die Enge der Moderne. Aber es geht hier ja um die kraft der Sprache, und das gefällt mir am Mönch, solange es geschrieben bleibt.

Danke für achtsame Lesevergnügen.

Suchen in der Zeit

Finden: Absage an den Untergang

Auf den Seiten von ZeitOnline.de bin ich auf einen älteren Artikel gestossen mit dem klingenden Titel «Absage an den Untergang» von Reiner Klingholz.
Darin beschäftigt er sich mit dem weltweiten Rückgang des Bevölkerungswachstums und den möglichen Folgen einer Klimaveränderung. Veröffentlicht wurde der Artikel in der Zeit NR. 07/2014.

Das Wachstum der Weltbevölkerung verlangsamt sich. Die Anzahl Kinder pro Frau sinkt rapide seit Jahren praktisch auf der ganzen Welt. Zita aus dem oben genannten Artikel: In Brasilien ist die Zahl der Kinder je Frau in den vergangenen 30 Jahren von 4,3 auf 1,9 gesunken. In Bangladesch von 6,6 auf 2,3. In der Türkei von 4,2 auf 2,0. In Extremfällen wie dem Iran sogar von 7 auf 1,8. Der ganze Artikel findet sich hier (4.09.2019): https://www.zeit.de/2014/07/szenario-schrumpfende-weltbevoelkerung

Am Ende des Artikels, wir schreiben das Jahr 2300, nachdem sich auf der Welt so etwas wie ein Gleichgewicht zwischen Natur und Mensch eingestellt hat, kommt Klingholz zu folgendem, wenig schmeichelndem, wenn auch beruhigenden Schluss. Zitat:

Es ist also eine Art von Automatismus, was uns das Ende allen Wachstums beschert. Weder Umweltbewusstsein noch Verantwortungsgefühl für kommende Generationen führen uns in diese Richtung. Es ist nicht der Homo sapiens, der am Steuer sitzt, sondern die Umwelt. Denn wir werden uns kaum aus freien Stücken dafür entscheiden, dem Wachstum Grenzen zu setzen.

Zeit.de

Wer sich für aktuelle Zahlen interessiert ist hier gut aufgehoben: gapminder.org

The same Old fears

The same Old fears (Pink Floyd – Wish You Were Here)

Ich flüchte vor dem wach sein, dem nicht schlaf. In die Hängematte auf der Terrasse. Ein stream vom I Wish you were here Cover, Alpha Blondy, direkt ins Gehör. Bluetooth halt.
Ich liege da, versuche den Schlaf zu vergessen, versinke im Rhythmus der Hi-Hat, die Bas Drum treib mich weiter. Ich dachte auch: I can tell, of corse I can. Sie treibt mich weiter in den Himmel, I can tell.  Die Hängematte schaukelt leicht. Mira glaubt es ist Essenszeit und maunzt mich an. Der Bass Lauf fängt mich ein, steigt ab, zielt auf mich. So, you think you can tell? Tauche endgültig ab, vergesse die Welt, tauche in die Vergangenheit. Versuche festzuhalten was war, zu erreichen was weg ist, nicht mehr da.  Oh, how I wish you were here.
Rimshots schiessen schwach leuchtende Feuerkaskaden durchs Hirn. Versuche zu entscheiden, ob ich am Kampf teilnehmen oder weiter im sicheren Käfig bleiben will. The same old fears. Lost soul in a fish bowl. Aber ich weiss es nicht. Die schottischen Klänge verwirren mich. I can’t tell, even heaven from hell. How could I? Ja, wie könnte ich auch?
Es wird kalt, ich tauche auf, gewinne den Kampf beim Ausstieg aus der Hängematte. Die Pillen nicht vergessen.

Peter, kannst Du mich hören? I hope you can at least tell now… cu