Highlands die Zweite, oder Flucht vor dem Regen

 [dropcap]U[/dropcap]llapool am Morgen. Nass, dunkel und leer. Das Essen war gut, am Abend vorher. Live Session im Argyll. Hoffte auf etwas Richtung Schottisch. Doch Blues war es und guter dazu, manchmal. Aber nun ist Morgen danach. Es regnet.

Mit Stativ und Fototasche schlurfe ich durch das Dorf. Müde scheint es, wie ich. Versuche die kurzen Regenpausen zum Fotografieren zu nutzen. Doch der Regen ist schneller, fast immer. Komme mir vor wie ein Tourist. Kurz vor Zehn Uhr dann die Chance. Zwei, drei Bilder bevor es wieder schüttet. Entnervt flüchte ich ins Auto. Es regnet.

Weiter nach Norden. Ardmair, Strathcanaird, kurz vor Drumrunie links weg Richtung Nord-Westen. Single Track Road. Reiff als Ziel. Vorbei am Loch Lurgainn, Loch Bad AGhaill, Loch Osgaig. Die Landschaft ist Atemberaubend. Rot in allen Schattierungen. Und immer wieder diese Häuser mit Telefonnummer. Cottage, nennen sie sich. So etwas für ein paar Tage mieten. An einem See. Mit der Catalina. Das wäre was! Reiff ist erreicht. Der Blick auf das Meer ist herrlich. Wild und stürmisch. Einziges Lebenszeichen ein Kehrichtwagen in gelb. Es regnet.

Off-Season. Mitte Oktober machen die Schotten dicht. Kurve durch menschenleere Gegend. Überlege wie es hier wohl während der Saison aussieht…
Ich beginne vor dem Regen zu flüchten. Langsam, aber doch bestimmt.  Weg von den Highlands. Ziehe noch einen Bogen über Inverkirkaig, Baddidarach, Loch Assynt  nach Lendmore. In einer Senke, irgendwo zwischen Inverkirkaig und Lendmore finde ich es. Das Lebenszeichen von Duncan MacLeod . Es regnet.

Nach zwei Tagen bummeln dann London. Nicht mehr menschenleer. Im Gegenteil. Besuche noch das RAF Museum in Cosford und London. Meine Seelennase juckt.
Aber, es regnet nicht mehr!

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